Mario Fox, Jürgen Höder und Thomas Spielmann
(Publiziert in: Inghard Langer (Hrsg.): "Menschlichkeit und Wissenschaft. Festschrift zum 80. Geburtstag von Reinhard Tausch"; 2001; S 339 ff; GwG-Verlag Köln; ISBN 3-926842-33-4
Damals
Vor zwanzig Jahren fing diese Geschichte an. In der reformierten Heimstätte Gwatt, wunderschön gelegen am Thuner See. Zweimal im Jahr, im Frühling oder Sommer, kamen ungefähr einhundert Menschen aus Deutschland, der Schweiz, aus Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und den Niederlanden für eine Woche zusammen, um sich zu begegnen – und so hieß das Seminar auch: Begegnungsseminar. Mittendrin das Psychologenteam um Reinhard und Anne-Marie Tausch.
Da wir noch fundimäßig personenzentriert waren, es also keinerlei irgendwie autoritätsverdächtige Strukturen oder gar offensichtliche Hierarchien geben durfte, versammelten wir uns wie alle anderen Teilnehmer in der Aula und harrten der Gruppenbegegnung, die da aus sich heraus zu geschehen hätte. Anfangs: Schweigen, ein wucherndes. Dann die unvermeidlich erste, herbeigesehnte Teilnehmereröffnung: „Warum sagt uns denn hier niemand, wie das hier laufen soll?“ Darauf waren wir streng personenzentrierten „Helfer“ natürlich gut vorbereitet: „Irgendwie brauchst du jemanden, der dir sagt, was du tun sollst...?!“ Klar, dass die Schleusen für die Begegnungsdynamik damit geöffnet waren. Und immer wieder geschah es, das „Wunder von Gwatt“: Unsere standhaft freundlichen Konter verwandelten die aufkeimenden Aggressionen in die love-and-peace-Atmosphäre des ausgehenden Hippiezeitalters. Es war alles in allem ein großartiges Experiment; die Teilnehmer lernten, sich selbst und andere in Respekt und Wertschätzung zu verstehen; die Selbstachtung wuchs ebenso wie die Fähigkeit, mit anderen offener und freier umzugehen, offensichtlich. Die Seminare waren wie ein Fest der Begegnung und Lebensfreude. Doch es kamen auch Zweifel auf: Ist die Hochstimmung mancher Teilnehmer nicht unrealistische Euphorie? Droht nicht ein Absturz, wenn die Widrigkeiten des Alltags wieder das Bild bestimmen? Genügen das basic encounter, die tiefe persönliche Begegnung, das Verstehen und persönliche Wachsen, oder war es nicht auch nötig, Lösungsschritte für ganz konkrete Belastungen zu erarbeiten? Langsam begannen wir, uns umzuorientieren.
Wohl auch um Kosten zu sparen, kam es dann zu einem allmählichen Umzug des Seminars vom Thuner See in die Exerzitien- und Bildungsstätte Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben in der Pfalz. Hier wirken die Armen Franziskanerinnen, die in der hauswirtschaftlichen Betreuung mit ihrem Geist voller Freundlichkeit, stiller Zufriedenheit und karger Arbeitsamkeit gut harmonierten mit dem veränderten Geist unseres Seminars. Mit dem äußeren wie inneren Umzug tauften wir unser Begegnungsseminar um in Seminar für seelische Gesundheit. Förderlicher Umgang mit Stressbelastungen und persönliche Weiterentwicklung. Aus dem Seminar wurde nun ein Seminarprogramm, straff strukturiert mit vielfältigen Angeboten von morgens um sieben bis abends um zehn für Teilnehmer, die sich vor allem Lösungsschritte für möglichst konkrete seelische Probleme erarbeiten wollen. Und wir – vom nun auch therapiepolitisch korrekten Leitungsteam – wechselten erstaunlich konfliktarm von der Fundifraktion zu den personenzentrierten Realos.
Das Seminar heute
Unser Seminar wird zweimal jährlich – meist Ende Februar und Ende Juli – von Samstag bis Freitag durchgeführt. Regelmäßig kommen etwa achtzig Teilnehmer und Teilnehmerinnen zusammen (ungefähr zwanzig Prozent männlich) – und das seit ca. zwanzig Jahren, was schon einen gewissen Erfolg des Seminars anzeigt. Der Werbe-Aufwand ist sehr bescheiden, die meisten kommen auf Empfehlung, ungefähr fünfzehn Prozent sind Wiederholer. Die Gesamtkosten des Seminars sind bewusst außer-gewöhnlich niedrig gehalten, um auch einkommensschwachen Personen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Teilnehmenden kommen aus allen erwachsenen Altersgruppen, Bevölkerungskreisen und Berufsgruppen (Schwerpunkt: helfende Berufe).
Das Team unter der Gesamtleitung von Reinhard Tausch besteht aktuell aus zehn Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen mit jeweils langjähriger Ausbildung und Erfahrung in klientenzentrierter Beratung und Psychotherapie.
Die ausgeschriebenen Seminarziele bestehen aus: Verminderung von Alltagsstress (berufliche wie private Belastungen), Management von Schicksalsschlägen (Erkrankungen, Verlusterlebnisse), Vorbereitung auf künftige Belastungen, Verbesserung der Stressbewältigungskompetenz, Persönliche Weiterentwicklung, Verbesserung von Selbstachtung und Selbstvertrauen sowie Verbesserung der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten.
Das Programm ist sehr arbeitsintensiv und erfordert hohes Engagement aller Beteiligten. Die Programmstruktur besteht aus fünf Teilen: Großgruppe, Kleingruppe, Themengruppen, Angebote zur Gesunderhaltung, und informelle Zusammenkünfte.
Großgruppe
Hier kommen alle Teilnehmenden zusammen zur Begrüßung und Verabschiedung, zur Einstimmung und Orientierung, zum Kennenlernen aller Beteiligten und Austausch persönlicher Seminarerfahrungen.
Kleingruppe
Zehn bis zwölf Teilnehmende bilden über den gesamten Seminarverlauf eine geschlossene und obligate Gesprächsgruppe. Sie trifft sich täglich für insgesamt etwa vier Stunden. Das Thema bestimmt jeweils der Klient, der sich selbst unter Mithilfe aller anderen explorieren will. Der Leiter oder die Leiterin kombiniert das klientenzentrierte Gespräch bei Bedarf mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Die Kleingruppe bildet das Herzstück des Seminars.
Themengruppen
Fast täglich bieten wir Gruppen zu verschiedenen Themen an, deren Auswahl den Klienten freisteht. Sie werden von einem oder zwei Leitern durchgeführt, die vertiefende Informationen zum vorgegebenen Thema geben, meist im Vortragsstil mit Übungen zum selbsterfahrenden Lernen oder als Meditation mit anschließendem Erfahrungsaustausch. Stets im Programm sind
der Stressbewältigungskurs von Reinhard Tausch mit Informationen zu persönlichen Stressauslösern und Übungen zur Stressverminderung sowie die Sterbe- und Lebensmeditation mit bildhaften Vorstellungen über das eigene Sterben sowie den persönlichen Lebenssinn und anschließenden Erfahrungsaustausch. Weitere häufig angebotene Themengruppen sind:
Mentales Training: Entspannung plus Visualisierung konkreter Bewältigungsstrategien
Soziale Beziehungen: Vorstellungsübung und Erfahrungsaustausch zur Qualität der persönlichen Bindungen
Sexualität: Informationen über verbreitete Theorien und Fakten zur Sexualität sowie persönlicher Erfahrungsaustausch
Vergebensmeditation: Übung mit bildhaften Vorstellungen, die eigene Schuldgefühle vermindern und es erleichtern, auch anderen zu vergeben
Trennungsmeditation: Sie hilft, den Lebenspartner nach einer Trennung innerlich loszulassen
Religiöse Erfahrungen: Austausch über persönliche religiöse oder spirituelle Erfahrungen
Führen und Leiten: Informationen und Erfahrungsaustausch über effektives Leiten und Führen von Mitarbeitern sowie zur Verbesserung der Betriebsorganisation
Kommunikation: Informationen zur konstruktiven Kommunikation und Interaktion
Körperkontakt: Übungen zum Berührungserleben und Erfahrungsaustausch
Neben diesen regelmäßigen Themengruppen wurden weitere nur sporadisch durchgeführt, zum Beispiel zu Themen wie Partnerschaft, Mobbing, Schmerzmanagement u.a.
Gesunderhaltung
Morgens vor dem Frühstück beginnt das Seminar wahlweise mit Hatha-Yoga oder langsamem Laufen durch das Gelände der Bildunsstätte. Abends beschließt das Seminar gegen 22 Uhr ein regelmäßiges Entspannungstraining (progressive Muskelentspannung). Das gesamte Haus erklären wir zur rauchfreien Zone.
Informelles Zusammensein
Am dritten Tag veranstalten wir einen Spieleabend, an dem es recht ausgelassen zugeht und sich Reinhard Tausch als gefürchteter Reise-nach-Jerusalem-Champion profiliert hat. An einem Nachmittag unternehmen wir eine längere Wanderung mit Besuch eines örtlichen Restaurationsbetriebes, und für den letzten Abend bitten wir die Teilnehmenden, ein Abschlussfest zu gestalten.
Qualitätssicherung
Das Leitungsteam trifft sich regelmäßig, wenigstens einmal pro Tag, zur Lagebesprechung oder falls erforderlich zur kollegialen Supervision. Ein renommierter Psychiater steht dem Seminar in ständiger Abrufbereitschaft zur Seite. Eine gründliche Vorbereitung des Seminars einen Tag vor Seminarbeginn sowie eine sorgfältige Nachbereitung gehören zum Arbeitsumfang des Teams dazu. Das Seminarprogramm wurde in den letzten zwanzig Jahren immer wieder sorgfältig überprüft, die Bestandteile auf ihre Wirksamkeit befragt und bei mangelnder Wirksamkeit oder Akzeptanz verändert. Dabei hilft uns ein Rückmeldebogen, den wir am Seminarende ausfüllen lassen. Im Folgenden stellen wir die Auswertung dieser Rückmeldungen unserer Seminarteilnehmer dar.
Die Rückmeldungen
Auswertungsmethode
Die folgende Auswertung beruht auf den Rückmeldebögen der letzten sieben Jahren. Die Stichprobe bestand damit aus vierzehn Gruppen mit insgesamt 1085 Personen.
Der Rückmeldebogen enthielt zehn Fragenbereiche (siehe Anhang). Die ersten drei Fragen wurden mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten präsentiert (Mehrfachnennungen teilweise möglich) und fragten nach der Relevanz der Seminarerfahrungen, nach Anregungen und Stimmungen, die das Seminar auslöste. Es folgten drei offene Fragen nach neuen Sichtweisen, konkreten Vorsätzen und besonderen Erfahrungen. Anschließend hatten die Klienten die Möglichkeit, auf mehrstufigen Skalen zu beurteilen, wie hilfreich sie die verschiedenen Seminarteile fanden. Den Abschluss bildeten drei wiederum offene Fragen, mit denen wir um Erläuterungen baten bei eventuell negativ bewerteten Seminarteilen, dann um Anregungen sowie um Mitteilungen über die Erfahrungen mit dem jeweiligen Gruppenleiter oder der Gruppenleiterin.
Den Rückmeldebogen gaben die Gruppenleiter in der letzten Kleingruppensitzung aus und baten dann um anschließende Beantwortung und Rückgabe des Bogens; eine fast hundertprozentige Rücklaufquote ohne weiteren Rücksendeaufwand war damit gesichert. Während der Beantwortung des Rückmeldebogens war der Gruppenleiter nicht anwesend, um beschönigende Bewertungen nicht unnötig zu provozieren.
1.1. Ergebnisse in Worten
Einen lebendigen Eindruck vom Erleben der Teilnehmer gaben die freien Antworten. Leider waren wir nicht imstande, den für eine systematische Analyse nötigen Aufwand zu erbringen. Die folgenden Zitate ermöglichen jedoch einen illustrativen Einblick.
1.1.1. Kannst du uns persönliche Wünsche oder Ziele nennen, die dir hier klarer geworden sind?
Menschen in meinem Umfeld (Eltern z.B.) in anderem Blickwinkel zu sehen. Mich besser annehmen können. – Viel öfter klare Verhältnisse schaffen durch den Dialog mit anderen Menschen. Dann Dinge auch stehen lassen können und nicht meinen, alles bewerten zu müssen. – Mir ist sehr deutlich geworden, wie sehr ich auch auf mein Herz achten muss, damit ich mich nicht selbst verletze. – Der Wunsch nach Nähe, Liebe und Zärtlichkeit mit meinem Mann. – Mich und meine Probleme zu relativieren, viele haben mehr zu tragen. – Die Frage nach den nächsten 6 Monaten ist wichtiger als die Frage nach dem Sinn des Lebens. – Ich bin bestärkt worden darin, mit meinen Ängsten und Defiziten zu leben, ohne mich deshalb in frühere Depressionen zurück zu begeben. – Ich will mich nicht mehr so viel bewerten. – Mit den Gefühlen anderer vorsichtiger und behutsamer umzugehen. – Vorsätze auch durchführen: was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert. – Keine eheliche Trennung, ich erkenne meine Partnerschaft wesentlich klarer.
1.1.2. Bist du hier auf wichtige neue Gedanken oder auf andere neue Sichtweisen gekommen? Wenn ja, kannst du es hier kurz aufschreiben?
Das Alleinleben unter anderem Aspekt zu betrachten. – Offener auf andere zugehen und Dinge nicht im Raum stehen lassen, sondern Klärung herbeiführen. – Nicht nur reden, sondern handeln. – Ich werde mehr Gefühle zulassen und mehr wagen. – Mich nicht mehr so schnell im Strom des schnellen Lebens wie ein Stück Holz mitreißen und mittreiben zu lassen. – Meinen Alltag nicht so verplanen und mehr Zeiten der Ruhe finden. – Genauer hinschauen, wie wesentlich etwas ist. – Meinen Alltag mehr strukturieren. – Mich an meinen eigenen Wertmaßstäben und nicht an jenen von anderen orientieren. – In entspanntem Zustand verändert sich meine Sichtweise, habe weniger Angst und kann die Angst machenden Situationen gelassener sehen. – Ich bin hier auf den Gedanken gekommen, dass Fehler zum Leben gehören. Ich glaub jetzt auch, dass man sich mit kleinen Schritten verändern kann. – Ich habe mich einer Situation erinnert, die meine Angst vor dem Sterben verursacht hat, und habe einen Großteil dieser Ängste verloren. – Viele Probleme erscheinen mir jetzt weniger schwer. – Ich sehe mich, meine Tätigkeiten und Begabungen und meine Lebensgeschichte in einem positiveren Licht, und auch mein Verhältnis zu meiner Mutter. – Stress ist für mich jetzt nicht mehr unkontrollierbar, sondern bewältigbar. – Treue und Zuverlässigkeit des Ehemannes sind für mich wichtiger als seine Unvermögen, an meinen Gedanken teilzunehmen. – Ich habe erkannt, dass man Dinge auf verschiedene Weise anpacken kann. Bisher war meine Sichtweise wie eine Strasse ohne Abzweigung. – Weniger fragen: Was macht mir alles Angst? Sondern eher: Was hat mir seither über Ängste hinweggeholfen?
1.1.3. Hast du hier eine besondere Erfahrung gemacht, die dir hilft, dich selbst oder andere Menschen mehr zu akzeptieren und mehr zu schätzen? Wenn ja, kannst du sie hier kurz aufschreiben?
Kleingruppe sagte: Du jammerst zu viel (über den Umzug, über die Erkältung). Positiver denken lernen, und ich dachte, ich würde es schon tun. Mir ist mein negatives Denken über Erwarten bewusst geworden. – Menschen, die ich zunächst als unsympathisch empfand, empfand ich mit der Zeit als sehr interessant. – Ich habe eine Menschlichkeit erfahren, die mich sehr bewegt. Einer gab dem anderen das, was ihm selbst fehlt. – Ich habe in der Gruppe gelernt, dass jeder Mensch liebenswürdige Seiten hat, die es gilt zu entdecken. – Dass viele Menschen Leid in sich tragen und trotzdem bemüht sind, nicht aufzufallen und andere nicht zu belasten. – Sterben gehört auch zum Leben. Mein Schicksalsschlag ist auch eine Lebenserfahrung, mit der ich anderen Menschen helfen kann. – Es war mir sehr angenehm, wie so viele Menschen in so friedlicher, liebevoller Art miteinander umgingen. – Dadurch, dass andere mehr von meinem Leid gehört haben, bin ich viel offener für Probleme dieser Menschen geworden. – Ich habe erfahren, wie wichtig Gespräche sind und wie jeder von der Gruppe getragen wurde. – Durch die Kleingruppe und durch einige andere Gespräche habe ich viele unterschiedliche Ansichten kennen gelernt. Mir hilft das, Situationen aus anderen Perspektiven zu betrachten. – Sehr bewusst ist mir wieder geworden, wie hilfreich es für mich ist, Menschen wertfrei zu begegnen. Nicht sehr leicht, doch der Mühe wert. – Besonders beeindruckt hat mich Reinhard! Seine Ruhe, seine Heiterkeit, er vermittelt mir, dass Zufriedensein möglich ist. Er akzeptiert vorbehaltlos alle, die hier sind und wenn er das kann, muss es auch mir möglich sein, so handeln zu können. – Ich bin auf Menschen zugegangen, die ich im Alltag eher gemieden hätte, ..., ich freue mich schon, dieses Experiment im Alltag in meinem Umfeld zu machen. – Bei der Meditation zum Vergeben die Einsicht, dass ich auch andere verletzt habe und ihre Vergebung brauche. – Ich konnte mich hier in diesem liebevollen Klima einen Schritt mehr auch mich selber einlassen, mich akzeptieren. – Nicht alles so wichtig zu nehmen, mal über sich selber lachen können. Andere so annehmen wie sie sind. Nicht alle Äußerungen von anderen sind in böser Absicht gemeint. – Für mich als junge Frau war es eine bereichernde Erfahrung mit R. im Zimmer zu sein, die meine Mutter sein könnte. Klasse Erfahrung! – Die Vergangenheit hinter sich zu lassen und als positive Lebenseinstellung nach vorne schauen, mit klaren Zielen.
2. Diskussion
Die Ergebnisse stehen in Einklang mit unserem persönlichen Eindruck: Die meisten Teilnehmenden sind mit dem Seminar Seelische Gesundheit sehr zufrieden. Sie empfinden die dort gemachten Erfahrungen als sehr hilfreich, um ihre seelischen Belastungen besser bewältigen zu können. Ihre Stress-Bewältigungskompetenz erleben sie als deutlich verbessert. Sie fühlen sich in ihrem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen gestärkt. In den Beziehungen zu ihren Mitmenschen erleben sie sich offener, respektvoller und einfühlsamer. Mit sich selbst und anderen gehen sie konstruktiver um.
Die Ergebnisse können als guter Hinweis darauf interpretiert werden, dass die therapeutischen Interventionen wirksam sind bei der Erreichung der ausgeschriebenen Ziele: Verminderung von Alltagsstress; Verbesserung der Kompetenz, Belastungen und Schicksalsschläge zu bewältigen; Verbesserung der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten; persönliche Weiterentwicklung. Die Ergebnisse sind ein Nachweis der Zufriedenheit der Klienten, ein Akzeptanznachweis. Wir sind uns natürlich bewusst, dass es sich hierbei nicht um einen Wirkungsnachweis mit wissenschaftlichem Wert handelt. Aber immerhin: Akzeptanz und Zufriedenheit scheint uns eine notwendige Voraussetzung der Wirksamkeit zu sein.
Das von Reinhard Tausch geleitete Seminar ist ein in Europa wohl einzigartiges Angebot für Menschen, die ihre seelische Gesundheit verbessern wollen. Es bietet über eine ganze Woche ein sehr komplexes, dichtes und arbeitsintensives Programm, das immer wieder sorgfältig überprüft und kompetent durchgeführt wird – und das für Teilnahmegebühren, die konkurrenzlos niedrig sind! Auch dafür setzt sich Reinhard Tausch immer wieder ein und überhört das leise Murren der übrigen Therapeuten. Es entspricht seinem Wesen, möglichst vielen und gerade auch einkommensschwachen Menschen in seelischer Not helfen zu wollen.
Das Seminar Seelische Gesundheit ist wohl ein Lieblingskind von Reinhard Tausch. Ihm ist stets an persönlichen Begegnungen gelegen, die hilfreich sind für die Linderung seelischer Belastungen sowie für seelische Entwicklung. Mit seinem Seminar zeigt Reinhard Tausch, dass es ihm gelungen ist, solche hilfreichen Begegnungen immer wieder zu ermöglichen. Auch zeigt sich ein Charakterzug Reinhard Tauschs darin, dass er dieses Seminar stets überprüfen lässt und dann auch sofort verändert und weiterentwickelt, wenn es dem Wohl der Klienten dient. Er lernt unentwegt. Persönliches Wachstum bedeutet für ihn steter Wandel; eben nicht Festhalten an unangemessenen Gewohnheiten. Als Hauptmotive seiner Arbeit wirken seine ausgeprägte Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und Fürsorglichkeit gegenüber seinen Klienten, was sich in seiner steten Sorge zeigt, die Lebensbewältigungskompetenzen seiner Klienten zu stärken – und auch darin, fortwährend nach Verbesserungsmöglichkeiten Ausschau zu halten.